Systemwechsel steht an – Datenmigration realistisch einschätzen und Risiken bewerten
Wenn Umfang, Datenqualität und Migrationsstrategie unklar sind und Projektrisiken steigen.
Ausgangslage
Datenmigration ist oft der größte Risikotreiber bei Systemwechseln. Häufig wird Vollmigration erwartet, ohne Qualität, Struktur und Nutzung der Alt-Daten kritisch zu prüfen. In der Praxis führt das zu Terminverschiebungen, hohen Aufwänden und Qualitätsproblemen. Migration ist daher eine fachliche Entscheidungsfrage, nicht nur ein technischer Arbeitsschritt.
Typische Spannungsfelder im Unternehmen
Die Diskussion ist oft von falschen Erwartungen geprägt.
Migration wird so zum unkalkulierbaren Projektrisiko.
Strukturelle Ursachen
Es fehlt eine fachliche Klassifikation der Daten (kritisch/nützlich/historisch) sowie eine klare Zieldefinition, welche Daten in welcher Qualität im Zielsystem benötigt werden. Ohne Datenverantwortung und Kriterien entsteht Vollmigrationsdruck ohne Nutzenabwägung.
Welche Richtungsfragen geklärt werden müssen
Die Migrationsstrategie benötigt klare Entscheidungen.
Damit wird Migration plan- und steuerbar.
Vorgehenslogik
Die Bewertung folgt vier Schritten.
- 1Klärung von Zielbild und Kontext – Ziele, Nutzungsszenarien, Scope definieren
- 2Analyse der bestehenden Struktur – Datenarten, Qualität, Nutzung, Verantwortungen
- 3Bewertung von Handlungsoptionen – Strategien vergleichen (Voll/Teil/Archiv/Neuaufbau)
- 4Entscheidungsgrundlage – Aufwand/Risiken/Planbarkeit dokumentieren
Fokus ist Entscheidungsreife vor Projektstart.
Ergebnis und Nutzen
Migration wird vom Risiko zum steuerbaren Entscheidungsfeld.
