PLM-Systemauswahl und Evaluationsprozess strukturiert durchführen
Wenn ein Systementscheid ansteht und Vergleichbarkeit, Kriterien und Entscheidungslogik fehlen.
Ausgangslage
Systementscheide sind langfristig wirksam, werden aber häufig von Anbieterpräsentationen, Feature-Listen oder Projektzwängen dominiert. Ohne klare Kriterien entsteht keine Vergleichbarkeit, und die Entscheidung wird opportunistisch. Eine strukturierte Evaluation bewertet Lösungen im Kontext von Organisation, Prozessen, Daten und Zielbild – nicht nur nach Funktionen.
Typische Spannungsfelder im Unternehmen
Die Auswahl wird ohne saubere Entscheidungsarchitektur schwierig.
Ohne Struktur steigt das Risiko falscher Investitionen.
Strukturelle Ursachen
Es fehlen priorisierte Anforderungen aus Nutzungsszenarien, ein transparentes Bewertungsmodell und eine klare Entscheidungslogik. Außerdem werden organisatorische Voraussetzungen (Rollen, Daten, Prozesse) nicht sauber in die Bewertung integriert.
Welche Richtungsfragen geklärt werden müssen
Die Evaluation wird über zentrale Fragen fokussiert.
Damit wird aus Auswahl eine Entscheidungsabsicherung.
Vorgehenslogik
Die Evaluation folgt vier Schritten.
- 1Klärung von Zielbild und Kontext – Ziele, Scope, Kriterienrahmen definieren
- 2Analyse der bestehenden Struktur – Ist-Landschaft, Nutzung, Pain Points, Constraints
- 3Bewertung von Handlungsoptionen – Bewertungsmodell, Long/Shortlist, Workshops
- 4Entscheidungsgrundlage – Ergebnis verdichten (Optionen, Risiken, Empfehlungspfad)
Fokus ist Nachvollziehbarkeit und Entscheidungsreife.
Ergebnis und Nutzen
Systementscheide werden belastbar und akzeptiert.
